Gruppenangebote für Kinder

Gruppenangebote für Kinder aus chronisch belasteten Familien

Psychische  oder Suchterkrankungen eines Elternteils stellen in Familien einen Stressfaktor dar, welcher die Lebenssituation aller Familienmitglieder grundlegend verändert und die emotionale Stabilität bedroht.
Häufig gerät das ganze Familienleben durcheinander.

Es kommt zu Rollenumverteilungen, Überforderungen, Unsicherheiten, Ängsten und Schuldgefühlen, von denen insbesondere auch die Kinder betroffen sind. 80% dieser Kinder reagieren mit Verhaltensauffälligkeiten wie: Aggressivität, Schulschwierigkeiten, Schlafstörungen, Einnässen und Konzentrationsproblemen.

In den meisten Fällen erhalten die Kinder aber erst dann eine Hilfe und Unterstützung von außen, wenn die Symptome so gravierend sind, dass sie den Verbleib in der Familie gefährden.

Hier setzen die Gruppenangebote für die betroffenen Kinder an.
Zu den zentralen Zielen dieser präventiven Arbeit gehören:

  • Stärkung der Kinder in der Wahrnehmung der Gefühle, Ängste und altersentsprechenden Bedürfnisse
  • Ermutigung, die eigenen Gefühle auszudrücken
  • Stärkung einer realistischen Wahrnehmung
  • kindgerechte Aufklärung über die Bedeutung und Folgen der psychischen Erkrankung des Elternteils
  • Entlastung von Schuldgefühlen
  • Förderung der Eigenständigkeit (altersentsprechend) unter anderem auch in der Freizeitgestaltung
  • Austausch über die Erfahrung der Kinder mit der elterlichen Erkrankung
  • Bearbeitung belastender Erlebnisse
  • Auseinandersetzung mit der familiären Rolle des Kindes und mit den kindlichen Möglichkeiten zu helfen
  • Erarbeitung eines Verhaltensplans für Krisenzeiten
  • Umgang mit eventuellen familiären Entwicklungen (z.B. Trennung der Eltern)

Neben den kunsstherapeutischen Gruppen des PSAG Netzwerks bieten weitere Träger Angebote für Kinder aus chronisch belasteten Familien an. Informationen und Beratung erhalten Sie bei:

Gruppen für Angehörige:

Angehörigengesprächsgruppe für Erwachsene
Fliedner Krankenhaus
Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie
Thunesweg 58
40885 Ratingen
Treff: jeden ersten Mittwoch im Monat 18:00 bis 20:00 Uhr
Kontakt:
Frau Schmitz-Gabriel
Tel: 02102- 303 392
Email: barbara.schmitz-gabriel@krankenhaus.fliedner.de

Was können kunsttherapeutische Gruppen leisten?

Kunsttherapie ist im klinischen Bereich fester und anerkannter Bestandteil der Therapiepalette. Besonders geschätzt ist sie als Therapieform, die nicht primär über sprachliche Vermittlung wirkt. Deshalb ist sie auch gerade für Kinder besonders geeignet, die über Spiel und Kreativität gut erreichbar sind und in diesen Bereichen ihre eigenen gesunden Ressourcen mobilisieren können.

Das kunsttherapeutische Malen und Gestalten mit Kindern einzeln, kleinen Gruppen, aber auch mit Eltern und Kindern gemeinsam, ist eine niederschwellige therapeutische Methode, die auch diagnostisch eingesetzt werden kann.
Da die tiefenpsychologisch ausgerichtete Kunsttherapie vor allem ressourcenorientiert arbeitet, ist sie besonders dazu geeignet, Menschen in der Bewältigung von krisenhaften Situationen, Traumata und Belastungskrisen zu unterstützen.

Ziele in der Arbeit mit den Kindern:

  • Ermutigung der Kinder, eigene Gefühle zu erleben und auszudrücken
  • Schaffen von Vertrauen und Sicherheit
  • Entlastung der Kinder von ihrer „Elternfunktion“
  • Entlastung der Kinder von Schuld- und Schamgefühlen
  • Freizeitgestaltung und Erleben von Unbeschwertheit
  • Selbstvertrauen aufbauen und stärken
  • Eigenständigkeit fördern
  • Förderung der Fähigkeiten und Stärken der Kinder
  • Kontakt mit anderen Kindern
  • Stärkung einer realistischen Wahrnehmung
  • Bearbeitung belastender Erlebnisse
  • Umgang mit eventuellen familiären Entwicklungen (z.B. Trennung der Eltern)
  • Auseinandersetzung mit der familiären Rolle des Kindes und mit den kindlichen Möglichkeiten zu helfen
  • Kindgerechte Aufklärung und Beratung über krankheitsbedingte Einschränkungen und Verhaltensweisen der Eltern.
  • kindgerechte Aufklärung über die Bedeutung und Folgen der psychischen Erkrankung des Elternteils
  • Austausch über die Erfahrung der Kinder mit der elterlichen Erkrankung

Themen/ Methoden

  • Gefühlsstern
  • Körperbild
  • Kritzeln
  • Gestaltung der Inneren Welt
  • Freies Malen und Gestalten
  • Fantasiereisen und meditatives Malen
  • Arbeiten mit Märchen und Geschichten
  • Was mich stärkt
  • Was mir Angst macht
  • Ein sicherer Ort, ein Lieblingsort
  • Meine Schutzfarbe

Es wird mit Stiften, flüssigen, leuchtende Farben, großen Blättern und anderen Materialien, z.B. Ton oder Recyclingmaterial gearbeitet.

Die Kunsttherapie wird unterstützt von der Novitas BKK.